Noviziat

Zwei Jahre Zeit zum Entscheiden

Das Noviziat ist eine Art Probephase oder Azubizeit, in der sich die Berufung zu einem Leben als Jesuit klären soll. Für zwei Jahre leben, arbeiten und beten alle Novizen der mitteleuropäischen Provinzen (Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn, Litauen, Schweden) zusammen im Rupert-Mayer-Haus in Nürnberg.​​​​​​​

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  • Das Noviziatsprogramm

    Zwischen Hochspannung und Langeweile spielt sich die zweijährige Ausbildungszeit des Noviziats ab. Sie bietet viele Gelegenheiten, sich in den besonderen Lebensstil als Ordensmann einzufinden: Anspruchsvolle soziale und geistliche Experimente (z.B. an Schulen oder eine Pilgerreise ohne Geld) erfordern die Bereitschaft, sich ausprobieren zu wollen und Belastbarkeit. Zugleich entdecken und fördern die Novizen darin ihre persönliche Kreativität. Natürlich gibt es auch ruhigere Phasen, die sich im Noviziatshaus in Nürnberg abspielen. Viele Facetten des Ordens können hier kennengelernt, ausprobiert und eingeübt werden: das Gemeinschaftsleben, die ignatianische Spiritualität und das eigene Beten. Auch Themen wie die Geschichte und Gegenwart des Ordens sowie konkrete Tätigkeiten im Dienst der Kirche dürfen nicht fehlen. Während der zwei Jahre wird jeder Novize von erfahrenen Jesuiten begleitet, um zu einer verantwortungsbewussten Entscheidung zu gelangen, wie er Jesus nachfolgen will – als Jesuit oder auf einem anderen Weg.

  • Vorstellung der Hausgemeinschaft

    Hallo! Wir, 11 junge Männer zwischen 23 und 36 Jahren, sind die aktuelle Noviziatsgemeinschaft der Jesuiten und wollen uns hier gerne kurz vorstellen!
    Zurzeit leben wir gemeinsam mit sechs gestandenen Jesuiten, der sogenannten Stammkommunität, im Rupert-Mayer-Haus in Nürnberg. Sechs von uns kommen aus Deutschland, jeweils zwei aus Österreich bzw. Litauen und ein Novize kommt aus Ungarn. Nicht nur was unsere Nationalitäten betrifft sind wir eine bunte Truppe, das gleiche gilt auch für die Ausbildungen, die wir mitbringen: Einige von uns haben wie Christopher, Fabian und Gerald bereits Theologie studiert, während Arpad in Serbien als Pfarrer gearbeitet hat, während sich Marius in Litauen mehr mit der Philosophie beschäftigt hat. Besonders interessant und belebend machen unseren Austausch Jonas und Christian, beides Biologen, Lukas, der Mathematiker und Tobias, der Physiker ist. Sie gehen die Dinge nochmal ganz anders an und hinterfragen vieles aus naturwissenschaftlicher Perspektive. Donatas, studierter Elektrotechniker mit einem Faible für Möbelbau und Martin, der vier Jahre in einem Notariat gearbeitet hat, runden das Bild einer bunten Gesellschaft Jesu ab. Die unterschiedlichen Hintergründe und Biographien beleben unseren Austausch, sorgen für Vielfalt im Gemeinschaftsleben und zeigen sich auch in unserer Spiritualität.

    Die Stammkommunität setzt sich aus dem Novizenmeister Pater Thomas Hollweck SJ, der die Verantwortung für die Ausbildung der Novizen trägt, seinem Sozius P. Simon Lochbrunner SJ, P. Ludwig Dehez SJ, P. Joe Übelmesser, P. Jörg Alt und P. Anton Altnöder zusammen.

    Gemeinsam mit ihnen versuchen wir das „Jesuit Sein“ zu lernen und einzuüben. Durch den gemeinsamen Alltag bekommen wir einen realistischen Eindruck davon, wie ein Kommunitäts- und Gebetsleben eines Jesuiten aussehen können, was für unsere spätere Entscheidung – für oder gegen ein Leben als Jesuit – sehr hilfreich ist.

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