Noviziat

Zwei Jahre Zeit zum Entscheiden

Das Noviziat ist eine Art Probephase oder Azubizeit, in der sich die Berufung zu einem Leben als Jesuit klären soll. Für zwei Jahre leben, arbeiten und beten alle Novizen der zentraleuropäischen Provinz (ECE - Europa Centralis mit den Ländern Deutschland, Österreich, Südtirol, Schweiz, Litauen / Lettland, Schweden) zusammen im Rupert-Mayer-Haus in Nürnberg.​​​​​​​

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  • Das Noviziatsprogramm

    Zwischen Hochspannung und Langeweile spielt sich die zweijährige Ausbildungszeit des Noviziats ab. Sie bietet viele Gelegenheiten, sich in den besonderen Lebensstil als Ordensmann einzufinden: Anspruchsvolle soziale und geistliche Experimente (z.B. an Schulen oder eine Pilgerreise ohne Geld) erfordern Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich ausprobieren zu wollen. Zugleich entdecken und fördern die Novizen darin ihre persönliche Kreativität. Natürlich gibt es auch ruhigere Phasen, die sich im Noviziatshaus in Nürnberg abspielen. Viele Facetten des Ordens können hier kennengelernt, ausprobiert und eingeübt werden: das Gemeinschaftsleben, die ignatianische Spiritualität und das eigene Beten. Auch Themen wie die Geschichte und Gegenwart des Ordens sowie konkrete Tätigkeiten im Dienst der Kirche dürfen nicht fehlen. Während der zwei Jahre wird jeder Novize von erfahrenen Jesuiten begleitet, um zu einer verantwortungsbewussten Entscheidung zu gelangen, wie er Jesus nachfolgen will – als Jesuit oder auf einem anderen Weg.

  • Vorstellung der Hausgemeinschaft

    Wer will heute Jesuit werden? Gestatten: Wir sind zwei junge  Männer, 19 und 24 Jahre alt und bilden mit unserem Novizenmeister und seinem Sozius die aktuelle Noviziatsgemeinschaft. Einer von uns beiden kommt aus Litauen, der andere aus Deutschland. Was uns hier zusammengebracht hat, ist unser Wunsch, Jesuit zu werden.
    Dabei unterscheiden uns nicht nur unsere Nationalitäten, gleiches gilt auch für die Ausbildungen, die wir mitbringen, sei es ein Studienjahr der alten Sprachen oder ein Studium in Politikwissenschaften. Unsere verschiedenen biografischen Hintergründe und Persönlichkeiten prägen auch die Bandbreite unseres Austausches, sorgen für eine vitale Gemeinschaft und schlagen sich nicht zuletzt in unserer Spiritualität nieder.
    Zurzeit leben wir zusammen mit sechs Jesuiten in einer Kommunität in Nürnberg: P. Thomas Hollweck SJ, unser Novizenmeister; P. Sebastian Ortner SJ, sein Assistent bzw. „Sozius“; P. Thê Ngoc Nguyen SJ (Seelsorger für die vietnamesischen Gemeinden), P. Joe Übelmesser SJ (Pastoral), P. Jörg Alt SJ (jesuitenweltweit, advocacy und Forschung) und P. Anton Altnöder SJ (kontemplative Exerzitien).
    Mit und von ihnen lernen wir, was es konkret heißt, Jesuit zu sein und immer mehr Jesuit zu werden. Es ist eine lebenslange Aufgabe und hat mit Einübung zu tun. Durch den gemeinsamen Alltag bekommen wir einen realistischen Eindruck davon, wie wir als Jesuiten heute arbeiten und eine Gemeinschaft sein können, indem wir Haus und Leben teilen, beten und entdecken, auf welche Weise Gott uns zu einem erfüllten Leben führen will.

Novizen berichten

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Der 13. November ist der Gedanktag des Heiligen Stanislaus Kostka. In diesem Beitrag teilt der Novize Philipp Rode seine Gedanken zum Patron der Jesuitennovizen mit dir.

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