Noviziat

Zwei Jahre Zeit zum Entscheiden

Das Noviziat ist eine Art Probephase oder Azubizeit, in der sich die Berufung zu einem Leben als Jesuit klären soll. Für zwei Jahre leben, arbeiten und beten alle Novizen der zentraleuropäischen Provinz (ECE - Europa Centralis mit den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Litauen / Lettland, Schweden) zusammen im Noviziat in Innsbruck.​

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  • Das Noviziatsprogramm

    Zwischen Hochspannung und Langeweile spielt sich die zweijährige Ausbildungszeit des Noviziats ab. Sie bietet viele Gelegenheiten, sich in den besonderen Lebensstil als Ordensmann einzufinden: Anspruchsvolle soziale und geistliche Experimente (z.B. an Schulen oder eine Pilgerreise ohne Geld) erfordern Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich ausprobieren zu wollen. Zugleich entdecken und fördern die Novizen darin ihre persönliche Kreativität. Natürlich gibt es auch ruhigere Phasen, die sich im Noviziatshaus abspielen. Viele Facetten des Ordens können hier kennengelernt, ausprobiert und eingeübt werden: das Gemeinschaftsleben, die ignatianische Spiritualität und das eigene Beten. Auch Themen wie die Geschichte und Gegenwart des Ordens sowie konkrete Tätigkeiten im Dienst der Kirche dürfen nicht fehlen. Während der zwei Jahre wird jeder Novize von erfahrenen Jesuiten begleitet, um zu einer verantwortungsbewussten Entscheidung zu gelangen, wie er Jesus nachfolgen will – als Jesuit oder auf einem anderen Weg.

  • Vorstellung der Noviziatsgemeinschaft der Jesuiten in Zentraleuropa

    Wer will heute Jesuit werden? Gestatten: Wir sind zwei junge  Männer, 19 und 24 Jahre alt und bilden mit unserem Novizenmeister, seinem Sozius und drei weiteren Jesuiten die aktuelle Noviziatsgemeinschaft im Jesuitenkolleg in Innsbruck (Tirol, Österreich). Einer von uns beiden kommt aus Litauen, der andere aus Deutschland. Was uns hier zusammengebracht hat, ist unser Wunsch, Jesuit zu werden.
    Dabei unterscheiden uns nicht nur unsere Nationalitäten, gleiches gilt auch für die Ausbildungen (ein Studienjahr der alten Sprachen, ein Studium in Politikwissenschaften, etc.). Unsere verschiedenen biografischen Hintergründe und Persönlichkeiten prägen auch die Bandbreite unseres Austausches, sorgen für eine vitale Gemeinschaft und schlagen sich nicht zuletzt in unserer Spiritualität nieder.

    Mit und voneinander lernen wir hier im Noviziat, was es konkret heißt, Jesuit zu sein und immer mehr Jesuit zu werden. Es ist eine lebenslange Aufgabe und hat mit Einübung zu tun. Durch den gemeinsamen Alltag bekommen wir einen realistischen Eindruck voneinander und davon, wie wir als Jesuiten heute arbeiten und eine Gemeinschaft sein können.

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Der 13. November ist der Gedanktag des Heiligen Stanislaus Kostka. In diesem Beitrag teilt der Novize Philipp Rode seine Gedanken zum Patron der Jesuitennovizen mit dir.

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