Pedro Arrupe SJ

Pedro Arrupe SJ wurde von einem Journalist gefragt: „Was würden Sie einem jungen Mann sagen, der Jesuit werden möchte?“

Er antwortet: „Ich würde ihm sagen: Bleib zu Hause, wenn Dich der Gedanke daran verunsichert oder nervös macht. Komm nicht zu uns, wenn Du die Kirche wie eine Stiefmutter und nicht wie eine Mutter liebst. Komm nicht, wenn du meinst, der Gesellschaft Jesu [=den Jesuiten] einen Gefallen tun zu müssen.

Komm, wenn der Wunsch, Christus zu dienen, im Zentrum deines Lebens steht. Komm, wenn du ein festes und starkes Rückgrat hast. Komm, wenn Du einen klaren Verstand, einen offenen Geist und ein Herz hast, das größer als die Welt ist. Komm, wenn Du einen Witz erzählen und mit anderen darüber lachen kannst… und gelegentlich auch über dich selbst.“

Pater Pedro Arrupe SJ (*1907), ein Baske wie Ignatius von Loyola, war in gesellschaftlich und kirchlich turbulenten Zeiten (von 1965 bis 1981) der Kapitän (Ordensgeneral) des Jesuitenordens. Damals galt es, den Jesuitenorden im Sinne des II. Vatikanischen Konzils zu reformieren. Er hat die ganz unterschiedlichen Strömungen zusammenhalten und den Orden in eine neue Zeit führen können.

Vor seinem Ordenseintritt studierte er Medizin und nach seinem Noviziat wollte er unbedingt Missionar werden, was ihn nach Japan führt. In Hiroshima war er Novizenmeister und erlebte den Abwurf der Atombombe mit.  Kurzentschlossen wandelte er das Noviziat in ein Lazarett um.

1981 erlitt er einen Schlaganfall, was den Rücktritt als General brachte. Er war bis 1991 bettlägerig. Aus dieser Zeit stammt folgender Satz: „Mehr als zuvor befinde ich mich in den Händen Gottes. Diese Krankheit ist das, was ich mein ganzes Leben seit meiner Jugend gesucht habe. Aber es gibt einen Unterschied: Die Initiative liegt ganz bei Gott. Es ist wirklich eine tiefe geistliche Übung, sich ganz in den Händen Gottes zu wissen und zu fühlen.“

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