Für die stille Zeit

Die Feier der adventlichen und weihnachtlichen Tage ist bei mir mit ganz unterschiedlichen Bildern verbunden. Manche davon gehören zu meinen frühsten Erinnerungen und manche begleiten mich auch durchs Jahr, wenn gar keine Weihnachtszeit ist. Eines davon ist eine Verkündigungsszene aus dem 15. Jahrhundert, die in der Alten Pinakothek in München hängt:

Vor einigen Jahren kaufte ich mir ein Postkartenmotiv davon und habe auf die Rückseite die Gelübdeformel des Jesuitenordens geschrieben – an dem Tag als ich meine Bitte um Zulassung zu den Gelübden am Ende des Noviziates schrieb. Mindestens zweimal im Jahr bete ich mit diesem Motiv und dieser Karte, wenn ich meine Gelübde erneuere. So erinnert mich Weihnachten jedes Jahr aufs Neue nicht nur an die Entscheidung Gottes für uns Menschen, sondern auch an meine Entscheidung, mich in den Dienst dieses scheinbar unscheinbaren Kindes zu stellen.

Unvergleichbar hat Karl Valentin den Trubel um Weihnachtstage beschrieben: „Wenn die stillen Tage vorbei sind, wird es auch wieder ruhig.“ Vielleicht geht es Dir ähnlich und Du möchtest bewusst den Trubel dieser Tage unterbrechen. Dazu findest Du am 24., 25. und am 26.12. und an Neujahr jeweils einen Gebetsimpuls auf dieser Seite.

Clemens Kascholke

 

 

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